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Ehrung der Gemeinde Haidmühle als erste niederbayerische Natura 2000-Gemeinde

Regierungspräsident Rainer Haselbeck überreichte beim ersten niederbayerischen Naturschutztag stellvertretend für den Bayerischen Umweltminister Dr. Marcel Huber, der 1. Bürgermeisterin von Haidmühle, Margot Fenzl und weiteren engagierten Vertretern der Gemeinde (siehe Bild) die Auszeichnung. Damit wurde der jahrzehntelange, unermüdliche Einsatz der Gemeinde für die Bewahrung ihrer außerordentlich artenreichen Kulturlandschaft "Bischofsreuter Waldhufen" gewürdigt. So wurden in einem vorbildlichen Dialogverfahren gemeinsam mit den Flächeneigentümern Teile des Gemeindegebietes freiwillig als FFH-Gebiet nachgemeldet, so dass nunmehr 56 % des Offenlandes im Gemeindegebiet dem europäischen Schutzgebietsnetz Natura 2000 angehören. Auf der Hälfte der landwirtschaftlichen Nutzfläche haben die Landwirte Vereinbarungen nach dem Bayerischen Vertragsnaturschutzprogramm abgeschlossen und bewirtschaften deshalb diese Flächen besonders natur- und umweltschonend.  Hierfür haben sie sich in dem Verein "Bischofsreuter Waldhufen" zusammengeschlossen. Pro Einwohner werden im Rahmen dieses Förderprogrammes, für das die Gemeinde als Träger den Eigenanteil erbringt, in Haidmühle rund 30mal so viele Naturschutzmaßnahmen umgesetzt wie im bayerischen Durchschnitt. Am Beispiel Haidmühle zeigt sich, dass Naturschutz den Rückzug der Landwirtschaft aus der Fläche bremsen kann oder sogar in der Lage ist, die Entwicklung ins Positive zu drehen. Naturschutz bietet hier landwirtschaftlichen Familienbetrieben, die landschaftsgebunden und naturverträglich wirtschaften wollen, eine Zukunftsperspektive!

Damit wird Haidmühle die erste Gemeinde in Niederbayern, die diesen Titel tragen darf. Bayernweit ist sie nach Hohenburg die zweite Gemeinde, der diese Ehrung zuteilwurde.

Haidmuehle2Von links: Regierungspräsident Rainer Haselbeck, 1. Bgm. Margot Fenzl, Altbürgermeister Fritz Gibis, Herbert Weichseldorfer (Verein Bischofsreuter Waldhufen), Ernst Obermeier (Projektmanager, Büro FNL Landschaftsplanung), Michael Sellner (KuLaMu-Förderverein), Landrat Sebastian Gruber.
Fotos: I. Zahlheimer

 

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