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Nationale Naturmonumente

Der neue Schutzgebietstypus Nationales Naturmonument wurde im März 2010 in das Deutsche Naturschutzrecht eingeführt. Er ist angelehnt an Kategorie III der Internationalen Union für die Erhaltung der Natur (IUCN). Bei den Nationalen Naturmonumenten kann es sich demnach um national bedeutsame Naturerscheinungen, aber auch spezielle herausragende geologisch-geomorphologische Erscheinungen oder solche, in denen sich besondere Natur- und Kulturwerte verbinden, handeln. Im Unterschied zu Nationalparken können Nationale Naturmonumente deutlich kleinflächiger sein. Das Ausweisungskriterium der nationalen Bedeutung der Gebiete haben sie jedoch gemeinsam. Im Gegensatz zu Naturschutzgebieten spielt bei Nationalen Naturmonumenten der Kulturwert neben dem Naturwert eine wichtige Rolle, ebenso müssen sie Anforderungen an Seltenheit und Eigenart erfüllen.

Erstes Nationales Naturmonument Bayerns ist seit 1. März 2020 die Weltenburger Enge - ein Gebiet von herausragender geologischer, ökologischer und historischer Bedeutung. Besonderer Schutzzweck sind die natürliche Dynamik der freifließende Donau, die naturgeschichtlich und geologisch bedeutsamen offenen Felsen, Felswände und Felsköpfe aus Malmkalkstein, die natürlichen Wälder und Waldränder sowie die imposanten Naturerscheinungen mit ihrer lebensraumtypischen Biodiversität und ihrer naturgeschichtlichen Bedeutung.

Naturmonument Weltenburger EngeStartschuss für das erste bayerische Nationale Naturmonument Weltenburger Enge am 13. Februar 2020 durch Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Umweltminister Thorsten Glauber und Forstministerin Michaela Kaniber am Kloster Weltenburg

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