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Pressemitteilung 191/2012

13.06.2012 - 191/2012
Landkreis Freyung-Grafenau / Natur und Umwelt
Einladung an die Medien
Bayerische Klimawoche – Moorrenaturierung im Landkreis Freyung-Grafenau
Regierung und Landesbund für Vogelschutz informieren in Vorderfreundorf

Die Regierung von Niederbayern und der Landesbund für Vogelschutz informieren anlässlich der Bayerischen Klimawoche (16. bis 23. Juni) über die

Bedeutung von Mooren für den Klimaschutz
am Beispiel der Renaturierung des Hochmoors am Osterbach
am Montag, 18. Juni 2012, 14.30 Uhr
in Vorderfreundorf.

Medienvertreter sind herzlich eingeladen.

Moore sind als biologische Kohlendioxidspeicher wichtig für den Klimaschutz und Hotspots der biologischen Vielfalt obendrein. Anlässlich der Bayerischen Klimawoche informieren die Regierung von Niederbayern und der Landesbund für Vogelschutz über die Bedeutung von Mooren für Natur und Umwelt in der Region. Im Hochmoor am Osterbach in Vorderfreundorf (Grainet) im Landkreis Freyung-Grafenau, das der Landesbund für Vogelschutz (LBV) gekauft hat, sprechen Regierungspräsident Heinz Grunwald und LBV-Vorsitzender Ludwig Sothmann über die erfolgreiche Renaturierung des Moores im Rahmen des Klimaprogramms Bayern 2020 (KliP 2020). Dabei tauchen Sie tief in die Materie ein – in Gummistiefeln beim Verschließen eines Entwässerungsgrabens.

Informationen zu Mooren
  • Moore entstehen dort, wo Wasser im Überschuss vorhanden ist. Beispiele sind hoch anstehendes Grundwasser oder in niederschlagsreichen Gebieten gestautes Regenwasser.
  • Abgestorbene Pflanzen zersetzen sich wegen der Nässe und des damit einhergehenden Luft- bzw. Sauerstoffmangels nicht und lagern sich ab. So entsteht langsam eine Torfschicht, die nur um höchstens einen Millimeter pro Jahr dicker wird.
  • Man unterscheidet grob zwischen Nieder- und Hochmooren. Niedermoore werden vom Grundwasser beeinflusst. Hochmoore sind wie ein Uhrglas über dem Gelände gewölbt und werden nur mit Regenwasser gespeist. Dadurch sind sie sehr nährstoffarm.

Moore werden bedroht durch

  • Entwässerung
  • Grundwasserabsenkung
  • Torfabbau
  • intensive landwirtschaftliche Nutzung
  • Nährstoffeintrag
  • Verbuschung und Aufforstung

Die Bayerische Klimawoche findet 2012 bereits zum fünften Mal statt. Sie soll die Bürger in dieser Zeit besonders für den Klimawandel sensibilisieren. Die Bayerische Klimawoche spricht bayernweit alle Bevölkerungs- und Altersgruppen mit vielfältigen Veranstaltungen an: Exkursionen in die Natur, interessante Vorträge, informative Ausstellungen, Energieberatungen oder Workshops, die zum Weiterdenken und Mitmachen anregen.

Weitere Informationen zur Bayerischen Klimawoche unter www.klimawoche.bayern.de.