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Pressemitteilung 2/2013

03.01.2013 - 2/2013
Stadt Landshut / Städtebau
Auch 2012 gab es wieder Geld für Städte und Gemeinden
20,9 Millionen Euro Städtebauförderung für Niederbayern im Jahr 2012

Pm13002 1Der neue Eingangsbereich der AWO bildet
das Bindeglied zwischen Alt- und Neubau
und ist Treffpunkt für Menschen
verschiedener Generationen und
Nationalitäten.

Nach turbulenten Jahren mit Mittelkürzungen und neuen, teilweise zeitlich befristeten Sonderprogrammen kann die Städtebauförderung in Niederbayern auf ein eher ruhiges Förderjahr zurückblicken. Das gilt erfreulicherweise nicht für das Fördervolumen und die Anzahl der realisierten Projekte. Mit 20,9 Millionen Euro Fördermitteln von EU, Bund und Freistaat konnten 63 Städte und Gemeinden in Niederbayern unterstützt werden. Damit hatte die Städtebauförderung in Niederbayern, wie Regierungspräsident Heinz Grunwald im traditionellen Jahresrückblick mitteilt, sogar etwas mehr Mittel zur Verfügung als im vorangegangenen Jahr. Mit dem Auslaufen der aktuellen EU-Förderperiode konnten gerade in diesem Jahr einige besonders große und für die jeweiligen Gemeinden und ihr Umland wichtige Projekte fertig gestellt werden.

Pm13002 2Blick vom Begegnungsraum zur
Kinderbetreuungseinrichtung mit Spielbereich
im Vordergrund

Ein wichtiges Projekt aus der Stadt Landshut ist die Errichtung des Sozialen Zentrums der AWO in Landshut, das seinen Betrieb bereits aufgenommen hat. Mit der Errichtung des Sozialen Zentrums reagierte der Träger auf den demographischen Wandel und die sich daraus ergebenden gesellschaftlichen Herausforderungen und Chancen. Neben einer Kinderbetreuungseinrichtung mit vier Gruppen und einigen Büroräumen für soziale Dienste ist in diesem Gebäude ein offener Treffpunkt für Menschen der verschiedenen Generationen und Nationalitäten entstanden. Der Verein „Haus International e. V.“ hat seine Schulungsräume im ersten Obergeschoss und nutzt diese für die Integration zahlreicher ausländischer Bürger und Menschen mit Migrationshintergrund. Der Begegnungsraum im Erdgeschoss, der je nach Bedarf auch in zwei kleinere Räume unterteilt werden kann, dient für verschiedene Veranstaltungen wie zum Beispiel Aktivitäten in Zusammenhang mit dem Aktionsprogramm „Mehrgenerationenhaus“, Vortragsreihen, Filmvorführungen oder verschiedene Feierlichkeiten. Für gelegentliche Treffs und zum ungezwungenen Gedankenaustausch eignet sich das Cafe im Eingangsbereich der Einrichtung, das künftig für Bürger aus allen sozialen Schichten offen stehen wird. Im AWO-Laden, auch Kleiderbörse genannt, haben bedürftige Menschen die Gelegenheit, Kleidungsstücke zu einem günstigen Preis zu erwerben.

Die Kosten für die Errichtung des Sozialen Zentrums des AWO einschließlich der Kinderbetreuungseinrichtung betragen rund 4 Millionen Euro. Die Stadt Landshut übernimmt die Kosten für den Bereich der Sozialen Stadt zu 90 v. H. und erhält dafür einen Zuschuss aus dem Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ von 924 000 Euro.

Im nächsten Jahr gilt es voraussichtlich den Gürtel wieder etwas enger zu schnallen. Zum Einen wird, wie schon länger angekündigt, das Bund-Länder-Grundprogramm, über 40 Jahre die tragende Säule der Städtebauförderung in Bayern, eingestellt. Die betroffenen Gemeinden wurden deshalb bereits in den vergangenen Jahren auf andere Programme umgeleitet, soweit Sanierungsmaßnahmen nicht ohnehin zum Abschluss gebracht werden konnten.

Die zweite Änderung betrifft das EU-Programm, in dem Niederbayern im kommenden Jahr keine Mittel mehr erhalten wird. Das ist in diesem Fall jedoch keine schlechte Nachricht, weil Niederbayern wegen der guten Programmumsetzung bereits in den vergangenen Jahren durch Umschichtungen aus anderen Regierungebezirken überdurchschnittliche Zuteilungen erhalten hat. Die betroffenen Projekte konnten damit rascher bewilligt und vor allem auch abfinanziert werden. Ob es hier ein Anschlussprogramm geben wird und wie dieses thematisch ausgerichtet wird, wird derzeit noch verhandelt. Über eine Fortführung würde sich Grunwald sehr freuen, weil gerade mit diesem Programm herausragende Projekte unterstützt werden können, die aufgrund ihres Mittelbedarfs in herkömmlichen Programmen nur schwer oder nur in mehreren Schritten untergebracht werden können.