. .

Pressemitteilung 12/2014

03.01.2014 - 12/2014
Stadt Straubing / Städtebau
Erfolgreiche Förderung von Städten und Gemeinden
16,4 Millionen Euro Städtebauförderung für Niederbayern im Jahr 2013

Die Städtebauförderung in Niederbayern kann auf ein erfolgreiches Förderjahr zurückblicken: 16,4 Millionen Euro Städtebaufördermittel haben Bund und Land 2013 für die Städte und Gemeinden in Niederbayern bereitgestellt. Zusammen mit den Mitteln der Kommunen konnten damit Projekte von rund 27 Millionen Euro umgesetzt werden. Diese Investitionen von Staat und Kommunen haben auch in diesem Jahr viele Privatinvestitionen nach sich gezogen. Damit bestätigt sich eindrucksvoll: Jeder vom Staat investierte Euro zieht das sechs bis achtfache an Folgeinvestitionen nach sich. Einmal mehr zeigt sich damit die Städtebauförderung auch als wichtiges Programm zur Förderung der regionalen Wirtschaft.

Der diesjährige Erfolg der Städtebauförderung ist auch deshalb besonders respektabel, weil sie im Zuge der Hochwasserhilfe zusätzlich auch für die Abwicklung des Programms zur Wiederherstellung der Infrastruktur in den Gemeinden verantwortlich war. Dabei musste in kurzer Zeit eine „Flut“ von Anträgen bewältigt werden. 16 Millionen Euro - das entspricht etwa einem Jahreskontingent der Städtebauförderung - konnten innerhalb weniger Wochen zusätzlich für die betroffenen Kommunen bereitgestellt werden.

Pm14012Neu gestaltete Fraunhoferstraße in
Straubing. Foto: Regierung von Ndb.

Ein gelungenes Bespiel aus der Stadt Straubing ist die Neugestaltung der Fraunhofer Straße in der historischen Innenstadt durch das Planungsbüro MKS aus Ascha. Die Fraunhoferstraße war immer eine der wichtigsten Nebenstraßen der historischen Innenstadt von Straubing. In alten Katasterkarten ist sie als „Rindermarkt“ geführt, der sich im Norden der sich aufweitenden Straße an der Einmündung zum Rot-Kreuz-Platz befand; dort war bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts die Fleischbank angesiedelt. Mit der Gründung des zentralen Schlachthofs veränderte sich das Bild der Straße. Ab diesem Zeitpunkt findet man vermehrt Einzelhändler in der Fraunhoferstraße. Zahlreiche Fußwege kreuzen die Fraunhoferstraße, so auch die Verlängerung der Leihausgasse, die über mehrere Durchgänge hindurch am Gäubodenmuseum im Norden der Fraunhoferstraße ankommt.

Mit der neu gestalteten Fraunhofer Straße erhalten Passanten und Geschäftsleute einen wertvollen, öffentlichen Raum zur Verfügung gestellt, der mit Bänken zum Verweilen einlädt und der Gastronomie Außenplätze für den Ausschank bietet. Der barrierefreie Ausbau aller Flächen ist besonders hervorzuheben. Das historische Granitsteinpflaster konnte im Bereich der Parkplätze weiter verwendet werden; die Gehwege wurden durchwegs aus großformatigen Granitplatten neu aufgebaut.

Für die Neugestaltung der Fraunhofer Straße ergaben sich Baukosten von circa. 946.000 Euro, von denen der Freistaat aus Mitteln des Bayerischen Städtebauförderungsprogramms 411.000 Euro übernehmen wird. Insgesamt wurden in Straubing in den vergangenen 40 Jahren von Bund und Land bereits knapp 42 Millionen Euro an Mitteln der Städtebauförderung investiert. Profitiert hat nicht nur die Altstadt, sondern beispielsweise auch Straubing-Süd. Dort wird mit Mitteln der Sozialen Stadt seit 2010 bis heute das Quartiersmanagement ermöglicht.