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Pressemitteilung 4/2014

03.01.2014 - 4/2014
Landkreis Freyung-Grafenau / Städtebau
Erfolgreiche Förderung von Städten und Gemeinden
16,4 Millionen Euro Städtebauförderung für Niederbayern im Jahr 2013

Die Städtebauförderung in Niederbayern kann auf ein erfolgreiches Förderjahr zurückblicken: 16,4 Millionen Euro Städtebaufördermittel haben Bund und Land 2013 für die Städte und Gemeinden in Niederbayern bereitgestellt. Zusammen mit den Mitteln der Kommunen konnten damit Projekte von rund 27 Millionen Euro umgesetzt werden. Diese Investitionen von Staat und Kommunen haben auch in diesem Jahr viele Privatinvestitionen nach sich gezogen. Damit bestätigt sich eindrucksvoll: Jeder vom Staat investierte Euro zieht das sechs bis achtfache an Folgeinvestitionen nach sich. Einmal mehr zeigt sich damit die Städtebauförderung auch als wichtiges Programm zur Förderung der regionalen Wirtschaft.

Der diesjährige Erfolg der Städtebauförderung ist auch deshalb besonders respektabel, weil sie im Zuge der Hochwasserhilfe zusätzlich auch für die Abwicklung des Programms zur Wiederherstellung der Infrastruktur in den Gemeinden verantwortlich war. Dabei musste in kurzer Zeit eine „Flut“ von Anträgen bewältigt werden. 16 Millionen Euro -  das entspricht etwa einem Jahreskontingent der Städtebauförderung - konnten innerhalb weniger Wochen zusätzlich für die betroffenen Kommunen bereitgestellt werden.

Pm14004Neu gestaltetes Kirchenumfeld in
Freyung.Foto: Art Bauer

Ein gelungenes Beispiel aus dem Landkreis Freyung-Grafenau ist das neugestaltete Kirchenumfeld. Die Stadt Freyung unternimmt seit fast 30 Jahren mit Unterstützung der Städtebauförderung umfangreiche Maßnahmen zur Stärkung des Stadtkerns. Zuletzt wurde die Stadt aufgrund ihrer jüngsten Aktivitäten und Erfolge sowie der progressiven Ideen zur Belebung des historischen Zentrums in das Modellvorhaben der Obersten Baubehörde „Ort-schafft-Mitte“ aufgenommen.
Die bisherigen kommunalen Anstrengungen in Verbindung mit dem Einsatz staatlicher Fördermittel haben dazu beigetragen, dass in der Stadtmitte Freyungs wieder umfangreiche private Investitionen getätigt werden. In diesem Sommer konnte die Stadt Freyung das neu gestaltete Kirchenumfeld einweihen ein weiterer wichtiger Baustein zur langfristigen Stärkung der Ortsmitte.

Eingebettet zwischen der dominierenden Stadtpfarrkirche und der sanierten Traditionsgaststätte „Veicht“ spannt sich die neue Fläche auf: Der Raum zwischen den attraktiven Fassaden bietet Platz für unterschiedliche Nutzungen. Der Topographie geschuldet neigt sich die Platzfläche im Osten von der Kirche weg zur Verkehrsfläche hin, sodass die erhöhte Lage der Kirche das neue Umfeld spürbar beschirmt. Das großflächige Pflaster ist fußgängerfreundlich. Die relativ kleine Freifläche im Süden der Kirche soll als neuer Platz zum Verweilen im Zentrum von Freyung dienen. Treppenstufen überwinden die Höhendifferenz des Platzes zur Schulgasse; entlang dem Mesner-Haus ist ein barrierefreier Zugang angelegt. Außerdem befindet sich auf dem Platz eine kleine Wasserfläche, die durch das Überlaufwasser des bestehenden Marienbrunnens gespeist wird.

Das Bauprojekt wurde mit Hilfe des Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramms III-Stadtumbau West mit Bundes- und Landesmitteln in Höhe von 750.000 Euro unterstützt.