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Pressemitteilung 8/2014

03.01.2014 - 8/2014
Landkreis Landshut / Städtebau
Erfolgreiche Förderung von Städten und Gemeinden
16,4 Millionen Euro Städtebauförderung für Niederbayern im Jahr 2013

Die Städtebauförderung in Niederbayern kann auf ein erfolgreiches Förderjahr zurückblicken: 16,4 Millionen Euro Städtebaufördermittel haben Bund und Land 2013 für die Städte und Gemeinden in Niederbayern bereitgestellt. Zusammen mit den Mitteln der Kommunen konnten damit Projekte von rund 27 Millionen Euro umgesetzt werden. Diese Investitionen von Staat und Kommunen haben auch in diesem Jahr viele Privatinvestitionen nach sich gezogen. Damit bestätigt sich eindrucksvoll: Jeder vom Staat investierte Euro zieht das sechs bis achtfache an Folgeinvestitionen nach sich. Einmal mehr zeigt sich damit die Städtebauförderung auch als wichtiges Programm zur Förderung der regionalen Wirtschaft.

Der diesjährige Erfolg der Städtebauförderung ist auch deshalb besonders respektabel, weil sie im Zuge der Hochwasserhilfe zusätzlich auch für die Abwicklung des Programms zur Wiederherstellung der Infrastruktur in den Gemeinden verantwortlich war. Dabei musste in kurzer Zeit eine „Flut“ von Anträgen bewältigt werden. 16 Millionen Euro - das entspricht etwa einem Jahreskontingent der Städtebauförderung - konnten innerhalb weniger Wochen zusätzlich für die betroffenen Kommunen bereitgestellt werden.

Pm14008 1Neugestaltung des Zentrums von Nieder-
aichbach. Foto: Regierung von Ndb.

Ein gelungenes Beispiel aus dem Landkreis Landshut ist die neue Mitte in Niederaichbach, die im Herbst dieses Jahres eingeweiht wurde. Das Zentrum von Niederaichbach wies erhebliche städtebauliche Mängel auf. Die Gemeinde ergriff die Chance, mit Hilfe von Zuschüssen aus der Städtebauförderung diesen Kernbereich zu sanieren. Somit konnte der Bereich von der Isarbrücke im Süden, über den Kindergarten und Kinderkrippe, das Schulzentrum, dem Kirchenvorplatz bis zu den öffentlichen Stellplätzen neu geordnet und aufgewertet werden. Der Bereich südlich des Kindergartens konnte bereits in vergangenen Jahren fertiggestellt werden. Im Rahmen dieser Neuordnung erhielt die Gemeinde eine neue Festwiese und einen öffentlichen Parkplatz. Das ehemalige Vereinsheim wurde saniert.

Nun galt es insbesondere den Bereich vor der Schule und der Kirche neu zu ordnen und barrierefrei zu gestalten. Durch die Neukonzipierung spannt sich nun ein neuer Raum zwischen Kirche und Schule auf, welcher unterschiedlich genutzt werden kann. Im Zuge der Umgestaltung wurde auch der Schulbusverkehr neu geregelt; ein sicheres Aus- und Einsteigen ist nun gewährleistet. Optische Unterbrechungen im Pflaster erhöhen im Bereich vor der Schule und dem Kindergarten die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer. Optisch erfolgt eine Trennung der neu entstanden Platzfläche zur Straße durch einen durchgängigen Grünzug.

Die Neugestaltung des Zentrums wurde im Rahmen des Bayerischen Städtebauförderungsprogramms bezuschusst. Die förderfähigen Kosten bei der Bewilligung für den Teilbereich vor der Schule und Kirche betrugen 1,2 Millionen Euro. Die Gemeinde Niederaichbach erhielt einen Zuschuss in Höhe von 720.000 Euro.

Pm14008 2Neugestaltung des Kirchenumfelds in
Vilsbiburg. Foto: Regierung von Ndb.

Ein weiteres Beispiel aus dem Landkreis ist die Neugestaltung des Kirchenumfeldes in Vilsbiburg. Durch die Neugestaltung des Kirchenumfelds erhält dieses mehr Aufenthaltsqualität; die Neugestaltung erfolgt in zwei Bauabschnitten.
Die Planung sieht vor, im Bereich der Stadtpfarrkirche Maria-Himmelfahrt einen niveaugleichen Platz zu schaffen, welcher durch eine überdachte Arkade einen stadträumlichen Abschluss bekommt. Dieser Bereich dient auch der Kinderkrippe im denkmalgeschützten Benefiziumshaus als ebenerdiger Zugang und Vorplatz.
Durch eine flach geneigte Treppenanalage, welche zum Verweilen einlädt, wird die Ebene der Straße mit dem Vorplatz verbunden. Barrierefrei kann der Kirchenvorplatz über einen behindertengerechten Weg entlang der Kinderkrippe erreicht werden.

In einem zweiten Bauabschnitt, welcher sich im Moment in Planung befindet, soll der Straßenraum unterhalb des Kirchplatzes aufgewertet werden.

Die Maßnahme wird mit Mitteln aus dem Bayerischen Städtebauförderungsprogramm bezuschusst. Der erste Bauabschnitt wird mit Mitteln in Höhe von circa 528.000 Euro unterstützt

Die Perspektiven für die Städtebauförderung sind für das nächste Jahr hoffnungsvoll. Nach dem Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung soll die Städtebauförderung nicht nur fortgeführt, sondern in der Mittelausstattung verbessert werden. Das gilt insbesondere auch für das Programm „Soziale Stadt“, das in den vergangenen Jahren drastisch gekürzt worden war. Eine frohe Botschaft für unsere Städte und Gemeinden.