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Pressemitteilung 12/2015

07.01.2015 - 12/2015
Stadt Passau / Städtebau
Erfolgreiche Förderung von Städten und Gemeinden
22 Millionen Euro Städtebauförderung für Niederbayern im Jahr 2014

Die Städtebauförderung in Niederbayern kann auf ein erfolgreiches Förderjahr zurückblicken: Rund 22 Millionen Euro Städtebaufördermittel haben Bund und Land 2014 für die Städte und Gemeinden in Niederbayern bereitgestellt. Die Mittel wurden der Regierung erst spät im Jahr zugeteilt, aber sie kamen reichlich. Zusammen mit den Mitteln der Kommunen konnten damit Projekte von rund 36 Millionen Euro umgesetzt werden. Mit dieser anhaltend hohen Mittelzuweisung unterstreichen Bund und Freistaat die Bedeutung, die sie den Städtebauförderungsprogrammen bei der notwendigen Umstrukturierung unserer Städte und Gemeinden und bei der Förderung der regionalen Wirtschaft beimessen.

Gerade in den strukturschwächeren Teilen Niederbayerns konnten im vergangenen Jahr mit Unterstützung der Städtebauförderung erneut wichtige Impulse für eine nachhaltige Aufwertung der betreffenden Städte gesetzt werden. Wo Kommunen ihre Bürger intensiv in den Diskussionsprozess zur Zukunft ihrer Orte mit einbinden und gezielt mit öffentlichen Investitionen unterstützen, gelingt es häufig, das Investitionsklima in den Kommunen deutlich zu verbessern. Auch schwierige Problemlagen lassen sich mit gemeinsamer Anstrengung von Kommune und Privaten dann lösen.

Ein gelungenes Beispiel aus der Stadt Passau ist die Sanierung und Neugestaltung des „Bschütt-Parks“ im Bereich des ehemaligen Freibades. Diese wichtigen Naherholungsflächen für Ilzstadt und Altstadt sind nun auch für Kleinkinder attraktiver: im Themenspielplatz haben alle Spielgeräte einen Bezug zur früheren Nutzung: Kies und Steine sollen Assoziationen wecken zu Flusslauf und Wasser. Es gibt eine Quelle für einen Matschplatz und Holzhäuser, die nur auf Stegen erreichbar sind. Wippfische sollen an die Bedeutung der Ilz als Fischgewässer erinnern, historische Zillen (Boote) wurden nachgebaut und dienen als Sandkasten, im „Zeltplatz“ mit eigener Fahne und Bootsanlegesteg mit Wackelkanu kann die große Fahrt auf dem Fluss nachgespielt werden, und die frühere Nutzung als Schwimmbad wird mit einem bodengleichen rechteckigen Trampolin lebendig gehalten, auf das man vom „Startblock“ aus springen kann.

Auf drehbaren Informationstafeln, in denen auf die einzelnen geschichtlichen Hintergründe eingegangen wird, können sich Groß und Klein ein Bild von den früheren Nutzungen und dem Aussehen dieses Bereichs machen.

Die Kosten für die Neugestaltung betrugen rund 195.000 Euro. Dazu erhält die Stadt Passau aus dem Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm Teil V – Städtebaulicher Denkmalschutz einen Zuschuss in Höhe von rund 114.000 Euro.
 

Pm15012 1Der Spielplatz bietet ein großes Angebot an ungewöhnlichen Spielgeräten. Foto: Peter Kitzmüller

 

Pm15012 2Auf wetterfesten Tafeln sind auch historische Aufnahmen zu sehen. Foto: Peter Kitzmüller

 

Zahlen für dieses Jahr liegen noch nicht vor. Es gibt derzeit jedoch keine Anzeichen dafür, dass Bund und Freistaat bei der Städtebauförderung den Rotstift ansetzen wollten. Die Kommunen in Niederbayern dürfen deshalb auch im kommenden Jahr darauf setzen, dass für wichtige Umstrukturierungsmaßnahmen weiterhin die notwendigen Mittel zur Verfügung stehen werden.