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Pressemitteilung 93/2019

25.02.2019 - 93/2019
Niederbayern / Natur
40 Jahre Vogelschutzrichtlinie: Auftaktveranstaltung in Bayerisch Eisenstein

40 Jahre Vogelschutzrichtlinie - 40 Jahre in denen sich die Menschen für den Schutz der Vögel einsetzen. Ein besonderes Jubiläum, das die Untere Naturschutzbehörde, Landkreis Regen, die Höhere Naturschutzbehörde,  Regierung von Niederbayern, gemeinsam mit dem Naturpark Bayerischer Wald e.V. mit einem großen Festakt als Auftakt zu einer Veranstaltungsreihe im Arberseehaus am Großen Arbersee in Bayerisch Eisenstein gefeiert haben.

Landrätin Rita Röhrl begrüßte die rund 100 Festgäste. Im Anschluss hob Regierungspräsident Rainer Haselbeck bei seiner Festrede hervor, dass 40 Jahre Vogelschutzrichtlinie ein Zeichen dafür sind, dass die Menschen ein Bewusstsein für Vogelschutz haben. "Die biologische Vielfalt gehört zu unserem großen europäischen Naturerbe. Es ist unsere Verpflichtung, sie zu schützen. Das gilt sowohl für die Vögel als auch für die Insekten und alle anderen Artengruppen. Zahlreiche Studien belegen den dramatischen Artenrückgang weltweit   auch bei uns in Niederbayern", sagte Haselbeck. "Dennoch gibt es Lichtblicke, Vogelschutz- und FFH-Richtlinie zeigen Wirkung, wenn sie konsequent umgesetzt werden." Es müsse unser gemeinsames Ziel sein, den dramatischen Rückgang an Artenvielfalt zu stoppen, rief Haselbeck auf.

Die Vogelschutzrichtlinie ist eine Grundlage des Europäischen Netzes Natura 2000. Viele Menschen engagieren sich ehrenamtlich oder hauptberuflich für die Zukunft der heimischen Vogelarten und damit für die biologische Vielfalt Niederbayerns. Im Rahmen der Feierlichkeiten würdigte Haselbeck wichtige Natura 2000 Paten- und Partnerschaften:

  • Die Grundschule Bodenmais räumt dem Naturschutz einen besonderen Stellenwert im Unterricht ein. So drehen sich viele Projekte in unterschiedlichen Fächern um bedrohte Arten und um Natura 2000 Gebiete.
  • Ludwig Scherm, Landwirt in Höllmannsried, kümmert sich aktiv um die wertvollen Grünlandbestände z.B. in der "Todtenau", am "Höllmannsrieder Bach" oder am "Pfahl bei Weißenstein", indem er diese Gebiete mit seinen Ziegen und Eseln beweidet.
  • Fritz Reiter ist pensionierter Förster und Mitglied im Landesbund für Vogelschutz. Er organisiert Exkursionen zusammen mit Naturpark und LBV. Außerdem ist er am ehrenamtlichen Wanderfalkenmonitoring im Arbergebiet beteiligt und beobachtet dort seit vielen Jahren die Brutplätze in der Arberseewand und im Riesloch. Er ist für Behörden und Verbände der Ansprechpartner für alle ornithologischen Fragen im Arbergebiet.
  • Die erste Natura 2000-Partnerschaft für Niederbayern besteht aus mehreren Institutionen, welche sich zum Schutz des Auerhuhns in der Arberregion zusammengeschlossen haben: Der Deutsche Alpenverein mit den Sektionen Deggendorf und Straubing, die Bergwachten Arnbruck, Ruhmannsfelden und Zwiesel, der Markt Bodenmais, der Forstbetrieb Bodenmais der Bay. Staatsforsten, Naturschutzwächter des Landkreises Regen, die LBV-Kreisgruppe Regen, der Naturpark Bay. Wald und der Gebietsbetreuer für die Arberregion.

Der Festakt ist der Auftakt zu einer Veranstaltungsreihe, die von Februar bis Oktober in allen niederbayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten sowie dem Nationalpark Bayerischer Wald stattfindet. Die nächste Veranstaltung findet am 29. März 2019 im Infozentrum Isarmündung in Moos statt.
Im Zentrum jeder einzelnen Veranstaltung steht jeweils ein charakteristischer niederbayerischer Vogel. Im Landkreis Regen ist es das Auerhuhn, das der Wappenvogel des Naturparks Bayerischer Wald ist. Der Naturpark eröffnete im Rahmen der Auftaktveranstaltung dazu auch eine Ausstellung.

Zu der Veranstaltungsreihe gibt es begleitendes Material, wie Steckbriefe zu einzelnen Vogelarten, die für Niederbayern charakteristisch sind und ein Kinder-Bastelset für ein Vogel-Mobile. Die Materialien stehen auf der Website der Regierung von Niederbayern zum Herunterladen bereit.