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Pressemitteilung 220/2020

01.10.2020 - 220/2020
Niederbayern / Wasserwirtschaft
Einladung an die Medien
Projekt "Wasserschutzbrot Niederbayern" erfolgreich
Vorstellung der hergestellten Brote der an der Initiative „Wasserschutzbrot Niederbayern“ teilnehmenden Bäckereien

Grundwasser ist die Quelle für unser Trinkwasser. Es bedarf deshalb des besonderen Schutzes. Genau hier setzt das Projekt "Wasserschutzbrot Niederbayern" an. Regierungspräsident Rainer Haselbeck und der stellvertretende Landrat Fritz Wittmann werden dabei sein, wenn am

Donnerstag, 08. Oktober 2020 um 10:00
im Großen Sitzungssaal
der Regierung von Niederbayern

die ersten Brote vorgestellt werden.

Medienvertreter sind herzlichen eingeladen!

Wir bitten Sie, die aktuell geltenden Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten.

Wer das "Wasserschutzbrot Niederbayern" kauft, tut dem Grundwasser etwas Gutes. Seit kurzem verkaufen die an der Initiative teilnehmenden Wasserschutz-Bäckereien sogenanntes "Wasserschutzbrot". Es sieht aus wie normales Brot, schmeckt wie normales Brot - und kostet den Käufer auch so viel. Das Gute liegt im Detail, genauer gesagt im Mehl: Es besteht aus sogenanntem "Wasserschutzweizen", einem Backweizen, der anders als herkömmlicher nur zweimal statt dreimal gedüngt wurde.

Das Projekt "Wasserschutzbrot Niederbayern" verbindet auf besondere Weise Wasserversorger, Landwirte, Müller und Bäcker für den Grundwasserschutz in Niederbayern. Der Landwirt Franz Strixner, Rudolf Sagberger von der Mühle Sagberger, die Bäckereien Bücherl und Wackerl aus Landshut, die Bäckerei Schleich aus Frontenhausen, die Bäckerei Hatzl aus Rottenburg a. d. Laaber und der Wasserzweckverband Rottenburger Gruppe konnten als erste Partner für das Projekt "Wasserschutzbrot Niederbayern" im Rahmen der "Aktion Grundwasserschutz der Regierung von Niederbayern" gewonnen werden.
Die teilnehmenden Bäckereien werden an diesem Tag einen Überblick über die von ihnen hergestellten Backwaren geben. Die Gäste werden eine Brottüte mit den Broten der beteiligten Bäckereien erhalten, um sich von der Qualität überzeugen zu können.

Das Wasserschutzbrot hilft die Nitratbelastung des Grundwassers zu reduzieren. Beim Anbau von Getreide bringen Landwirte Stickstoffdünger in mehreren Gaben aus. Im Boden wird der Stickstoff zu Nitrat umgewandelt, das über das Grundwasser in die Trinkwasserbrunnen gelangen kann. Wenn beim Anbau des Backweizens auf die letzte Stickstoff-Gabe verzichtet wird, verringert sich das Risiko der Nitrat-Auswaschung in das Grundwasser. Das grundwasserschonend angebaute Getreide wird in der Mühle getrennt vermahlen, separat gelagert und gelangt dann ausschließlich zu den an diesem Projekt beteiligten Bäckereien. Da der Wasserschutz-Weizen durch den Wegfall der letzten Stickstoffdüngung einen etwas geringeren Eiweißgehalt besitzt, ist das Mehl für die Bäcker etwas aufwändiger zu verarbeiten.

Weitere Informationen finden Sie unter www.wasserschutzbrot.de.