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Pressemitteilung 226/2020

08.10.2020 - 226/2020
Niederbayern / Wasserwirtschaft
Projekt „Wasserschutzbrot Niederbayern“ erfolgreich
Vorstellung der hergestellten Brote der an der Initiative „Wasserschutzbrot Niederbayern“ teilnehmenden Bäckereien

Grundwasser ist die Quelle für unser Trinkwasser. Es bedarf deshalb des besonderen Schutzes. Genau hier setzt das Projekt „Wasserschutzbrot Niederbayern“ an. Heute wurden die ersten Brote präsentiert. Die Veranstaltung fand im kleinen Rahmen und streng nach den Vorgaben „Abstand, Hygiene, Alltagsmaske und Lüften“ statt.

„Dieses Grundwasserschutz-Projekt ist etwas Besonderes, weil es für die Menschen greifbar ist. Es zeigt, dass jeder etwas zum Schutz unseres kostbaren Trinkwassers beitragen kann. Und es ist ein regionales Produkt, das die regionale Landwirtschaft sowie das Handwerk stärkt und damit die Arbeitsplätze vor Ort sichert“, betonte Regierungspräsident Rainer Haselbeck. Außerdem lehre uns die Corona-Krise gerade, wie wichtig regionale Produkte auch für die Grundversorgung sind.

Wer das „Wasserschutzbrot Niederbayern“ kauft, tut dem Grundwasser etwas Gutes. Seit kurzem verkaufen die an der Initiative teilnehmenden Wasserschutz-Bäckereien sogenanntes „Wasserschutzbrot“. Es sieht aus wie normales Brot, schmeckt wie normales Brot – und kostet den Käufer auch ungefähr so viel. Das Gute liegt im Detail, genauer gesagt im Mehl: Es besteht aus sogenanntem „Wasserschutzweizen“, einem Backweizen, der anders als herkömmlicher nur zweimal statt dreimal gedüngt wurde.

Das Projekt "Wasserschutzbrot Niederbayern" verbindet auf besondere Weise Wasserversorger, Landwirte, Müller und Bäcker für den Grundwasserschutz in Niederbayern. Der Landwirt Franz Strixner, Rudolf Sagberger von der Mühle Sagberger, die Bäckereien Bücherl und Wackerl aus Landshut, die Bäckerei Schleich aus Frontenhausen, die Bäckerei Hatzl aus Rottenburg a. d. Laaber und der Wasserzweckverband Rottenburger Gruppe konnten als erste Partner für das Projekt „Wasserschutzbrot Niederbayern“ im Rahmen der „Aktion Grundwasserschutz der Regierung von Niederbayern“ gewonnen werden.
Die teilnehmenden Bäckereien haben heute einen Überblick über die von ihnen hergestellten Backwaren gegeben. Die Gäste erhielten eine Brottüte mit den Broten der beteiligten Bäckereien, um sich von der Qualität überzeugen zu können.

Das Wasserschutzbrot hilft die Nitratbelastung des Grundwassers zu reduzieren. Beim Anbau von Getreide bringen Landwirte Stickstoffdünger in mehreren Gaben aus. Im Boden wird der Stickstoff zu Nitrat umgewandelt, das über das Grundwasser in die Trinkwasserbrunnen gelangen kann. Wenn beim Anbau des Backweizens auf die letzte Stickstoff-Gabe verzichtet wird, verringert sich das Risiko der Nitrat-Auswaschung in das Grundwasser. Das grundwasserschonend angebaute Getreide wird in der Mühle getrennt vermahlen, separat gelagert und gelangt dann ausschließlich zu den an diesem Projekt beteiligten Bäckereien. Da der Wasserschutz-Weizen durch den Wegfall der letzten Stickstoffdüngung einen etwas geringeren Eiweißgehalt besitzt, ist das Mehl für die Bäcker etwas aufwändiger zu verarbeiten.

Weitere Informationen finden Sie unter www.wasserschutzbrot.de

Pm20226BU: Die ersten niederbayerischen Wasserschutzbrote wurden heute erfolgreich vorgestellt. Von links: Regierungspräsident Rainer Haselbeck, Rudolf Bücherl von der Bäckerei Bücherl, Jakob Hatzl von der Bäckerei Hatzl, Manfred Keilwerth von der Bäckerei Wackerl, Michael Schleich von der Bäckerei Schleich und der stellvertretende Landrat Fritz Wittmann. Foto: Reimund Neumaier, Regierung von Niederbayern