29.01.2026
Jahresrückblick: 38 Millionen Euro für die Städtebauförderung – gelungenes Beispiel in der Stadt Straubing
Niederbayerns Städte und Gemeinden haben auch im vergangenen Jahr kräftig in ihre Zukunft investiert: Zahlreiche Projekte der „Stadtsanierung“ wurden angestoßen, geplant und erfolgreich umgesetzt – von der Aufwertung eines Bahnhofsumfelds über den Umbau eines ehemaligen Rathauses zu einer Pflegeschule bis hin zur Sanierung eines historischen Ensembles zu einem Ort der Begegnung für Bürgerinnen und Bürger. Möglich wurde dies durch die Unterstützung der Regierung von Niederbayern, die über die Städtebauförderprogramme des Bundes und des Freistaates erneut finanzielle Mittel zur Verfügung stellen konnte – diesmal in Höhe von insgesamt 38 Millionen Euro. Die Mittel halfen unter anderem dabei, öffentliche Räume attraktiver zu gestalten, Leerstände zu beseitigen und so die Lebensqualität vor Ort weiter zu verbessern.
„Die Städtebauförderung wurde auch 2025 von vielen Kommunen genutzt“, sagte Regierungspräsident Rainer Haselbeck im Jahresrückblick. Dies sei, gerade auch mit Blick auf die teils sehr angespannte öffentliche Haushaltslage, ein positives Zeichen, zeige aber auch, wie wichtig und notwendig diese Gelder seien: „Wir müssen unsere Städte und Gemeinden zukunftsfähig, lebendig und lebenswert halten. Die Förderung von Bund und Freistaat ist ein unverzichtbares Instrument, um unsere Kommunen bei diesen Aufgaben verlässlich zu unterstützen.“
Die wichtige Bedeutung der Städtebauförderung für die Entwicklung der Kommunen, führte Regierungspräsident Rainer Haselbeck fort, zeige sich nicht nur in der Höhe der Mittel, sondern vor allem in der Schwerpunktsetzung der Maßnahmen. Gerade in Niederbayern seien in den vergangenen Jahren viele Bürgerhäuser entstanden – oftmals in Bestandsgebäuden, die dafür umgenutzt werden konnten. Damit seien wichtige soziale Treffpunkte erhalten und realisiert worden, die den Zusammenhalt der Ortsgemeinschaften stärken. Daneben würden auch mehr und mehr Maßnahmen zur Klimaanpassung umgesetzt, wie beispielsweise die Neugestaltung öffentlicher Räume nach dem Schwammstadtprinzip.
„Ich habe großen Respekt für unsere Städte und Gemeinden, die trotz der vielfältigen Herausforderungen wichtige Projekte für ihre Ortsentwicklung angepackt haben. Wir brauchen solche Impulse für die Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum und für die Unterstützung der regionalen Wirtschaft“, betonte der Regierungspräsident. Ermutigend sei, dass der Bund und der Freistaat die Kommunen mit ihren Herausforderungen nicht allein ließen. Im Gegenteil: Trotz ebenfalls schwieriger Haushaltslage werden auch im aktuellen Jahr Städtebaufördermittel in vergleichbarer Höhe zur Verfügung stehen, bekräftigte Haselbeck und ergänzte: „Diesen Rückenwind aus Berlin und München werden wir erneut nutzen, um weitere wichtige Projekte mit möglichst hohen Fördersätzen anzuschieben. Die vielen einzelnen bereits geförderten Maßnahmen zeigen, wie vielfältig Stadtsanierung ist und dass diese Gelder in den niederbayerischen Kommunen bestens angelegt sind.“
Gelungenes Beispiel: Bahnhofsumfeld-Aufwertung in der Stadt Straubing
Ein besonders überzeugendes Beispiel der Städtebauförderung in Niederbayern aus dem vergangenen Jahr ist die Sanierung und Aufwertung des Bahnhofsumfeldes in der Stadt Straubing.
Der Straubinger Bahnhof ist naturgemäß ein Dreh- und Angelpunkt im städtischen Gefüge. Pendler und Reisende nutzen diesen täglich zu Tausenden. Daher bildet das Umfeld des Bahnhofs einen wichtigen Raum für eine Stadt. Für viele Menschen ist das der erste Eindruck, den sie von einer Stadt bekommen. Die Stadt Straubing hat sich daher entschieden, den Vorplatz des Bahnhofs neu zu gestalten. Nach Planungen des Büros „raum + zeit Landschaftsarchitektur, Stadtplanung“ aus Landshut konnte durch die Herstellung einer Stützmauer mit einer großzügig gestalteten Treppenwange ein ansprechender und urbaner Stadteingang am Bahnhof entwickelt werden. Ergänzend dazu sorgen eine angemessene urbane Begrünung für Schatten und für eine Verbesserung des Mikroklimas. Um die neu gepflanzten Bäume langfristig zu erhalten, sind unter den Wurzelräumen Regenrückhaltsysteme installiert worden. Diese sammeln und speichern das Wasser, welches an der Oberfläche über Rigolen abgeleitet wird, und geben dieses Regenwasser verzögert an die Bäume ab. Mit den neuen überdachten Fahrradabstellmöglichkeiten können Pendler mit dem Fahrrad direkt bis zum Bahnhof fahren und dieses dort sicher abstellen. Durch die Wahl ebener Pflaster und die Installation taktiler Flächen wurde die Barrierefreiheit auf dem neuen Bahnhofsvorplatz ebenfalls deutlich verbessert.
Die förderfähigen Gesamtkosten für diese Maßnahme belaufen sich auf circa 1,9 Millionen Euro. Aus dem Bund-Länder-Städtebauförderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ können hier Fördermittel in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden.
Für Auskünfte rund um die Städtebauförderung steht das Sachgebiet „Städtebau und Bauordnung“ der Regierung unter Telefon 0871-8081420 zur Verfügung. Informationen gibt es auch online unter www.regierung.niederbayern.bayern.de/staedtebau oder auf der Webseite des Bayerischen Bauministeriums unter www.bauen.bayern.de.
Starke Städtebauförderung in Niederbayern: Mit Fördergeldern in Höhe von insgesamt 38 Millionen Euro hat die Regierung von Niederbayern im vergangenen Jahr Städte und Gemeinden bei ihren Vorhaben unterstützt. Regierungspräsident Rainer Haselbeck (rechts) gemeinsam mit dem Leiter des Sachgebietes „Städtebau und Bauordnung“, Rolf-Peter Klar, freuen sich, dass damit mehrere Projekte zur Aufwertung und nachhaltigen Stärkung der Innenstädte und Ortszentren umgesetzt werden konnten.
Ein besonders überzeugendes Beispiel ist die Sanierung und Aufwertung des Bahnhofsumfeldes in der Stadt Straubing, der einen identitätsstiftenden Ort für Reisende darstellt und hohe Aufenthaltsqualitäten für Wartende bietet.
